einladung pueri cantores

Regensburger Dommusik

Die Regensburger Dommusik

Sie wird im Wesentlichen bestritten durch den Domchor und den Domorganisten. Nachweislich ist der Domchor die älteste Institution des Bistums Regensburg im Dienste der Kirchenmusik und deren ursprünglichen Aufgabe: dem Gesang in der Liturgie.


Der heilige Bischof und Diözesanpatron Wolfgang hat im Jahr 975 eine Domschule gegründet zur Ausbildung von Knaben u. a. für den Sängerdienst im Dom. Damit war der Grund gelegt für den Domchor, der im Jahr 1975 sein tausendjähriges Bestehen als "Regensburger Dom-spatzen" festlich beging. Allerdings taucht der Begriff "Domspatzen" erst im Jahr 1910 erst-mals auf, in einem Bericht über eine Reise des Domchores nach Prag.

 

In der Jubiläumsfestschrift (Gustav Bosse Verlag Regensburg 1976) wie auch in anderen Veröffentlichungen hat der verdiente Musikwissenschaftler und langjährige Kustos der Proske-Bibliothek, Dr. August Scharnagl, die Geschichte des Regensburger Domchores bzw. die Musikgeschichte der Regensburger Domkirche beschrieben.

Es gibt nur wenige Domchöre mit tausendjähriger ununterbrochener Tradition, in der der Chor alle Höhen und Tiefen musikalischer und liturgischer Entwicklungen durchlebt hat.

Heute steht die Dommusik, stehen die Domspatzen noch für die sogenannte "Regensburger Tradition", die im Rahmen der liturgisch-kirchenmusikalischen Reformbestrebungen um die Mitte des 19. Jahrhunderts begründet wurde. Ein Anstoß dazu war die Umstellung des Repertoires von der instrumentalbegleiteten Gegenwartsmusik hin zur Verwendung "echter" Kirchenmusik, zu der neben dem Gregorianischen Choral vor allem die Klassische Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts mit Giovanni Pierluigi da Palestrina an der Spitze gezählt wurde.

 

Vor allem Carl Proske hatte in seiner Musica divina (der erste Band erschien 1853, vor 150 Jahren) solche Musik in großer Auswahl für alle liturgischen Anlässe herausgegeben. Domkapellmeister Joseph Schrems und seine Nachfolger bewältigten den zunächst nicht unumstrittenen musikstilistischen Umbruch nicht zuletzt mit Unterstützung der Ortsbischöfe und der führenden Männer der cäcilianischen Reformbewegung, deren Mittelpunkt Regensburg geworden war. Mit dem schon erwähnten J. Schrems, der 32 Jahre lang (1839-1871) Domkapellmeister war, und später Franz Xaver Engelhart (33 Jahre, 1891-1924), Theobald Schrems (39 Jahre, 1924-1963), Georg Ratzinger (30 Jahre, 1964-1994) wirkten hochqualifizierte Priester-Kirchenmusiker als Leiter der Regensburger Dommusik. Sie wußten sich der Regensburger Tradition als Ausdruck einer von der Liturgie bestimmten Kirchenmusik im Sinne der kirchlichen Erlasse über die musica sacra verpflichtet und setzten die Bestimmungen in großer Treue um, sowohl liturgisch als auch musikalisch. Unterstützung fanden sie dabei durch fähige Domorganisten, von denen Joseph Hanisch (Domorganist von 1829 bis 1892), Joseph Renner jun. ( von 1892 bis 1934), Karl Kraus (von 1934 bis 1963), Eberhard Kraus (von 1964 bis1996) genannt seien. Nicht zuletzt die langen Amtszeiten der Dom-kapellmeister und Domorganisten trugen zur Wahrung der kirchenmusikalischen Kontinuität an der Regensburger Kathedrale bei. Nun liegt die musica sacra am Dom St. Peter in Händen von Domkapellmeister Roland Büchner (seit 1994) und Domorganist Franz Josef Stoiber (seit 1996).

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