Kirchenmusik in der Corona-Krise

Alle aktuellen Hinweise rund um dieses Thema finden Sie hier gebündelt auf einer Seite.


Der Lockdown dauert an: Auch im Dezember keine Chorproben und Konzerte/
Neue Anweisungen für die Liturgie, Stand 01.12.2020

Aufgrund der andauernden und noch verschärften Kontaktbeschränkungen sind auch im Dezember keine Chorproben und keine Konzerte möglich.
Am 1. Dezember 2020 hat die Diözese Regensburg Ihre Anweisungen zur Feier der Liturgie erneut verändert. Das Schreiben finden Sie im Downloadbereich sowohl in einer Korrekturfassung, aus der die Veränderungen hervorgehen, als auch in einer zusammenhängenden Lesefassung.

Es wird erneut dringend empfohlen, beim Gemeindegesang eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen; der Gemeindegesang ist auf höchstens drei Lieder zu reduzieren. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass die Gestaltung von liturgischen Feiern jederzeit durch einen Gesangs- bzw. Instrumentalsolisten möglich ist (Siehe auch den Aufruf unseres Bischofs zur Unterstützung von Künstlern in der nächsten Meldung). Alles was darüber hinausgeht, regelt sich durch das Platzangebot und den vorgeschriebenen Abständen.

Wir bitten dennoch zu prüfen, ob nicht in diesem Jahr weniger oft mehr ist. Das oberste Ziel ist es derzeit, Kontakte zu beschränken. Bei allen Entscheidungen bzgl. der Gestaltung von Gottesdiensten sollte daher eine Risikoabwägung stehen: Ist es für einen "schönen" Gottesdienst wirklich erforderlich, die Mitwirkenden und die Mitfeiernden bei beengten Platzverhältnissen einer erhöhten Infektionsgefahr auszusetzen? In großen Kirchen kann gefahrlos möglich sein, was in kleineren Gottesdäusern nicht durchführbar ist. Die Fachstelle Kirchenmusik wird bei allen antsprechenden Einzel-Anfragen an die Ordnungsämter verweisen, da die Situation vor Ort entscheidend ist - die Verantwortung dafür kann nicht an die Diözese delegiert werden.

Bischof Rudolf ruft zur Unterstützung von Künstlern und Solisten auf

Bei seiner Predigt bei der Ersten Vesper des Ersten Adventssonntags im Regensburger Dom machte sich unser Bischof ein Anliegen des Augsburger Bischofs zu eigen: Die für die Kirchenmusik in den Pfarreien "übriggebliebenen" finanziellen Mittel, die wegen ausgefallener Orchestermessen, Konzerte und dergl. nicht abgerufen wurden, sollten dazu verwendet werden, gerade in der Advents- und Weihnachtszeit Künstler und Solisten, die in diesem Jahr erhebliche finanzielle Einbußen erleiden mussten, für Gottesdienste zu engagieren. Es ist eine Win-Win-Situation: Gottesdienste könnten - ausnahmsweise auch ohne den eigenen Chor - zu musikalischen Glanzlichtern werden und Künstler hätten wenigstens eine kleine Einnahmequelle, wenn schon in diesem Jahr nahezu alle Termine abgesagt werden mussten und vielen von ihnen die Lebensgrundlage mehr oder weniger weggebrochen ist. Kultur- und Sozialauftrag der Kirche könnten sich hier in wundersamer Weise verbinden.
Lesen Sie dazu den Beitrag auf der Internetseite der Diözese hier.

Keine Chorproben und Konzerte im November
Aktuelle kirchliche und staatliche Regelungen für den November 2020

Um die zweite Corona-Welle abzuflachen, ist es notwendig, Kontakte so weit wie möglich zu vermeiden. Daraus resultiert, dass Chor- und Ensembleproben, sowie Konzerte im November 2020 nicht stattfinden können.
Darüber hinaus mahnt Generalvikar Prälat Michael Fuchs in einem Schreiben vom 30.10.2020 an alle Pfarreien, die bestehenden Hygienemaßnahmen für Gottesdienste strenger zu beachten. Unter anderem erinnert er daran, den Gemeindegesang auf höchstens zwei bis drei Lieder im Gottesdienst zu reduzieren und empfiehlt das Tragen von Masken beim Gesang auch im Gottesdienst.

Zitat aus dem Schreiben:
"Vor allem müssen wir das gemeinschaftliche Singen reduzieren: Dies bedeutet konkret, dass nur zwei bis drei Lieder pro Messe gemeinsam gesungen werden sollen, am besten mit Maske. Chorproben sind nicht möglich; zur Verringerung des Aerosole-Ausstoßes sollte in der Liturgie derzeit kein Chor oder Bläserensemble zum Einsatz kommen (höchstens in sehr großen Kirchen mit ausreichendem Abstand). Stattdessen können Kantoren/-innen, Orgel und Nicht-Blas-Instrumente die Kirchenmusik in der Liturgie prägen."

Die aktuellen Beschlüsse der Bayerischen Staatsregierung zur Eindämmung der Pandemie finden Sie hier.

GEMA und VDD einigen sich auf Fortdauer der Streaming-Ausnahmeregelung

Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat mit der GEMA nun doch eine Fortdauer der Ausnahmeregelung erreicht, nach der Gottesdienste kostenlos über die pfarreieigene Homepage gestreamt werden dürfen. Diese Regelung reicht sogar bis 31.12.2022!
Darüber hinaus ist es nun auch gebührenfrei gestattet, Gottesdienste aufzunehmen, auf digitalen Trägern zu speichern (z. B. CD) und kostenlos an eigene Gemeindemitglieder zu verteilen, die evtl. keine Möglichkeit haben, einem Live-Stream zu folgen.

Interview mit dem Präsidenten des RKI über Corona, Gottesdienstbesuche und Weihnachten

Am 16.10.2020 veröffentlichte das Kölner Domradio ein Interview mit Prof. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, bei dem es u. a. um Gottesdienstbesuche und das bevorstehende Weihanchtsfest ging.
Lesen Sie hier das gesamte Interview. (Externer Link zu www.domradio.de)

Anweisungen für die Liturgie in der Diözese Regensburg

Am 16. Oktober hat die Diözese Regensburg ihre Anweisungen für Gottesdienste unter Einhaltung der staatlichen Infektionsvorschriften aktualisiert.
Den vollen Text der geltenden Richtlinien in der Fassung vom 16.10.2020 können Sie hier herunterladen.

Beschränkung der Mitfeiernden bei Gottesdiensten im Freien aufgehoben

Staatskanzleichef Florian Hermann teilte mit, dass ab 17. Oktober die Beschränkung der Anzahl von Mitfeiernden von Gottesdiensten unter freiem Himmel nicht mehr gilt. Bisher durften nur 200 Teilnehmer Open-Air-Gottesdienste mitfeiern, diese Beschränkung gilt nun nicht mehr.

Fortschreibung der diözesanen Richtlinien für Konzerte in Kirchen

Seit 15. Juni sind in Bayern grundsätzlich wieder Konzertaufführungen zulässig. Dies gilt auch für Konzerte in Kirchen. Ein am 1. Juli 2020 veröffentlichtes diözesanes Hygienekonzept für Konzerte in Kirchen wurde nun zum 1. Oktober 2020 fortgeschrieben. Die aktuelle Fassung finden Sie hier.

Diözese veröffentlicht Hygienekonzept für Chorproben

Wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr mit dem COVID-19-Erreger beim Singen gelten Chorproben als besonders infektionsgefährdend. Dennoch dürfen in Bayern unter strengen Auflagen Proben mit Vokalensembles im Laienmusikbereich ab dem 22. Juni wieder stattfinden. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat dazu in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium am 9. Juli ein Hygienekonzept vorgestellt, das auch den Diözesanen Regelungen zugrunde liegt.
Unter Beachtung dieses Maßnahmenkatalogs sind auch in unserer Diözese ab sofort Chorproben wieder gestattet. Die Einhaltung der Maßnahmen liegt in der Verantwortung des Trägers des Chores, in der Regel also bei der jeweiligen Pfarrei.
Möglicherweise werden die Vorgaben aus räumlichen Gründen nicht überall durchführbar sein, zudem ist die Größe der Gruppe, mit der geprobt werden kann, durch die räumlichen Gegebenheiten und die erforderlichen Abstände begrenzt. Es wird also weiter Kreativität gefragt sein (u. a. sollte die Möglichkeit von Proben im Freien erwogen werden), denn eine reguläre Probenarbeit, wie man sie vor der Pandemie-Zeit kannte, ist noch nicht abzusehen. Dennoch ist die grundsätzliche Möglichkeit für Proben von Vokalgruppen ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität.
Zur Ihrer Information finden sie hier im Downloadbereich ebenso die aktuelle (6.) Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 19. Juni. 

Vorschläge für die Liedauswahl in Corona-Zeiten

Da das gemeinschaftliche Singen in einem geschlossenen Raum leider derzeit ein erhöhtes Infektionsrisiko mit sich bringt, finden Sie in der "Regensburger Sonntagshilfe" Vorschläge für die musikalische Gestaltung der Messfeier, die nur auf Kantorengesang mit Orgelbegeleitung beruhen. Bisher wurden diese Vorschläge, die von Regionalkantor Rudof Fischer erarbeitet wurden, für jeden Sonntag einzeln veröffentlicht. Ab der aktuellen Ausgabe der "Sontagshilfe" sind die dort abgedruckten Liedvorschläge an die aktuelle Situation angepasst.
Die Reduzierung des Gemeindegesangs auf das Allernötigste ist nach der Verringerung des Sitzbstands auf 1,5 Meter und dem Verzicht auf den Mund-Nase-Schutz beim Gottesdienst umso wichtiger!

Orgel und Corona

Der Bund Deutscher Orgelbaumeister hat Handlungshilfen veröffentlicht, wie guter Hygieneschutz an der Orgel gelingen kann, ohne die Instrumente durch die Verwendung von Desinfektionsmitteln zu gefährden. Außerdem wird der Befürchtung entgegengewirkt, Orgelspiel könnte durch die Aufwirbelung der Luft im Kirchenraum zu einer größeren Infektionsgefahr führen. [Link]

Hygieneregeln für den Orgelunterricht

Im Rahmen der Lockerungen nach den Corona-Beschränkungen darf in Bayern wieder musikalischer Einzelunterricht erteilt werden. Auch der Orgelunterricht im Rahmen des D- und C-Kurses, sowie der Nachwuchsorganisten-Ausbildung ist nun wieder möglich. Einzuhalten ist dabei das diözesane Hygieneschutzkonzept für den Orgelunterricht, das hier heruntergeladen werden kann.

Rechtliche Hinweise zur Kirchenmusik während der Corona-Pandemie

"Der Dienst der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker während der Corona-Pandemie" ist der Titel eines am 30. April veröffentlichten Schreibens von Generalvikar Prälat Michael Fuchs an alle Pfarreien der Diözese, das einerseits die Wertschätzung für den kirchenmusikalischen Dienst gerade in Zeiten der Krise unterstreicht, auf der anderen Seite aber auch die rechtlich sehr eingeschränkten Möglichkeiten von Kirchenstiftungen gegenüber Honorarkräften aufzeigt.
Lesen Sie das Schreiben im vollen Wortlaut hier.

"Wenn Singen tötet"

... so lautete der Titel eines Artikels der "Neuen Zürcher Zeitung" Anfang April, der sich auf einen Bericht der "Los Angeles Times" Ende März bezogen hatte. Auch viele andere Artikel in internationalen Zeitungen berichten darüber:
Bei einer Chorprobe in den USA steckten sich mehrere Chormitglieder trotz Sicherheitsabstand und Desinfektionsmöglichkeit durch das gemeinsame Singen mit Covid-19 an, zwei davon (80 und 82 Jahre) starben sogar mittlerweile. Das Durchschnittsalter der Infizierten lag bei 67, der jüngste war 31. Keiner der Chorsänger hatte Symptome und dennoch hatte einer das Virus übertragen. Dazu passt die Aussage des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Prof. Lothar Wieler, dass gerade beim Singen Partikel mit enormer Wucht aus dem Hals geschleudert werden und umgekehrt durch das tiefe Einatmen auch viel mehr Partikel "eingesaugt" werden als beim normalen Atmen.
Leider ist gerade Chorsingen eine der Tätigkeiten, die es aus gesundheitlichen Gründen derzeit (und wohl noch ziemlich lange) am besten zu vermeiden gilt. Zum Artikel: Link

Schutzmasken für Pfarreien im Bistum

Schutzmasken web  Das Bischöfliche Ordinariat hat begonnen, Masken über die Dekanate an die Pfarrer zu verschicken. "Wo wir mit anderen Menschen zusammenkommen, sollten wir nach Möglichkeit die Verbreitung des Virus durch das Tragen der Masken erschweren. Je früher wir uns daran gewöhnen, umso besser ist es für uns und die anderen", so Generalvikar Michael Fuchs. Zur vollständigen Meldung: [Link]  Foto: BOR