Kirchenmusik in der Corona-Krise

Alle aktuellen Hinweise rund um dieses Thema finden Sie hier gebündelt auf einer Seite.


14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung veröffentlicht

Am 1. September 2021 wurde die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung veröffentlicht, die Sie hier herunterladen können. Nachfolgend wurde durch das Gesundheitsministerium auch das sogenannte "Rahmenkonzept für Proben in den Bereichen Laienmusik und Amateurtheater" (hier) sowie das "Rahmenkonzept für kulturelle Veranstaltungen" (hier) aktualisiert.

Grundsätzlich gilt damit auch in der Diözese Regensburg für alle kirchlichen Veranstaltungen in Innenräumen die "3G"-Regel, wobei Kinder unter 6 Jahren davon freigestellt sind und Schulkinder grundsätzlich als getestet gelten.
Dort, wo Maskenpflicht besteht, ist sie mit einer OP-Maske erfüllt, die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske entfällt.

Gottesdienste:
Da eine Eingangskontrolle für allgemeine Gottesdienste nicht möglich und auch nicht gewollt ist, gilt hier im allgemeinen die 3G-Regel nicht, das heißt, auch Personen, die weder geimpft, getestet oder genesen sind, dürfen an Gottesdiensten teilnehmen. Bei allgemein zugänglichen Gemeindegottesdiensten besteht Maskenpflicht nur noch beim Herein- und Herausgehen sowie beim Kommuniongang. Am Platz kann die Maske abgenommen werden - auch beim Gemeindegesang - , sofern der Sitzabstand von 1,5 m wie bisher eingehalten wird (Angehörige des gleichen Hausstands müssen nach wie vor keinen Abstand halten).
Für bestimmte Gottesdienste geschlossener Gruppen, bei denen für alle Teilnehmer ein Nachweis erfolgen kann, ob sie getestet, geimpft oder genesen sind (z. B. Trauung, Taufe etc.) kann die 3G-Regel angewandt werden: Dann brauchen keine Sicherheitsabstände gehalten werden, es passen somit mehr Leute in die Kirche. Allerdings muss am Eingang streng kontrolliert werden, ob jeder Teilnehmer ein "G" erfüllt, und in diesem Fall gilt dann - da die Abstände entfallen - die Maskenpflicht auch am Platz.
Gemeindegesang ist inzidenzunabhängig grundsätzlich möglich, sollte aber wegen des erhöhten Aerosolausstoßes beim Singen ohne Maske reduziert erfolgen.
Für Mitglieder von Chören und Ensembles sind auch in Gottesdiensten weiterhin wegen des Infektionsschutzes erweiterte Abstände empfohlen, sie sind gesetzlich allerdings nicht mehr zwingend vorgeschrieben.

Proben:
Auch für Chorproben gilt zwingend "3G". Alle Teilnehmer müssen bei jeder Probe einen entsprechenden aktuellen schriftlichen Nachweis vorlegen können. Schulkinder gelten auch hier als getestet, für Kinder unter 6 Jahren besteht keine Testpflicht. Erweiterte Sitzabstände werden weiterhin empfohlen, sind gesetzlich allerdings nicht mehr vorgeschrieben. Auf eine versetzte Aufstellung und eine gemeinsame Singrichtung ist jedoch zu achten. Die Details finden Sie im Muster-Hygienekonzept für Proben hier.

Konzerte in Kirchen:
Wie für alle kulturellen Veranstaltungen gilt auch hier zwingend "3G". Eine Kontaktdatenerfassung der Konzertbesucher ist nach wie vor vorgeschrieben, allerdings sind personalisierte Tickets (mit fest zugewiesenen Plätzen) erst ab Veranstaltungen von 1.000 Besuchern vorgeschrieben. Details finden Sie im staatlichen Rahmenhygienekonzept für kulturelle Veranstaltungen (hier) und demnächst auch im aktualisierten diözesanen Hygienekonzept für Konzerte in Kirchen.

 

Bischof Rudolf ruft zur Unterstützung von Künstlern und Solisten auf

Bei seiner Predigt bei der Ersten Vesper des Ersten Adventssonntags im Regensburger Dom machte sich unser Bischof ein Anliegen des Augsburger Bischofs zu eigen: Die für die Kirchenmusik in den Pfarreien "übriggebliebenen" finanziellen Mittel, die wegen ausgefallener Orchestermessen, Konzerte und dergl. nicht abgerufen wurden, sollten dazu verwendet werden, gerade in der Advents- und Weihnachtszeit Künstler und Solisten, die in diesem Jahr erhebliche finanzielle Einbußen erleiden mussten, für Gottesdienste zu engagieren. Es ist eine Win-Win-Situation: Gottesdienste könnten - ausnahmsweise auch ohne den eigenen Chor - zu musikalischen Glanzlichtern werden und Künstler hätten wenigstens eine kleine Einnahmequelle, wenn schon in diesem Jahr nahezu alle Termine abgesagt werden mussten und vielen von ihnen die Lebensgrundlage mehr oder weniger weggebrochen ist. Kultur- und Sozialauftrag der Kirche könnten sich hier in wundersamer Weise verbinden.
Lesen Sie dazu den Beitrag auf der Internetseite der Diözese hier.

GEMA und VDD einigen sich auf Fortdauer der Streaming-Ausnahmeregelung

Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat mit der GEMA nun doch eine Fortdauer der Ausnahmeregelung erreicht, nach der Gottesdienste kostenlos über die pfarreieigene Homepage gestreamt werden dürfen. Diese Regelung reicht sogar bis 31.12.2022!
Darüber hinaus ist es nun auch gebührenfrei gestattet, Gottesdienste aufzunehmen, auf digitalen Trägern zu speichern (z. B. CD) und kostenlos an eigene Gemeindemitglieder zu verteilen, die evtl. keine Möglichkeit haben, einem Live-Stream zu folgen.

Orgel und Corona

Der Bund Deutscher Orgelbaumeister hat Handlungshilfen veröffentlicht, wie guter Hygieneschutz an der Orgel gelingen kann, ohne die Instrumente durch die Verwendung von Desinfektionsmitteln zu gefährden. Außerdem wird der Befürchtung entgegengewirkt, Orgelspiel könnte durch die Aufwirbelung der Luft im Kirchenraum zu einer größeren Infektionsgefahr führen. [Link]

Hygieneregeln für den Orgelunterricht

Im Rahmen der Lockerungen nach den Corona-Beschränkungen darf in Bayern wieder musikalischer Einzelunterricht erteilt werden. Auch der Orgelunterricht im Rahmen des D- und C-Kurses, sowie der Nachwuchsorganisten-Ausbildung ist nun wieder möglich. Einzuhalten ist dabei das diözesane Hygieneschutzkonzept für den Orgelunterricht, das hier heruntergeladen werden kann.

"Wenn Singen tötet"

... so lautete der Titel eines Artikels der "Neuen Zürcher Zeitung" Anfang April, der sich auf einen Bericht der "Los Angeles Times" Ende März bezogen hatte. Auch viele andere Artikel in internationalen Zeitungen berichten darüber:
Bei einer Chorprobe in den USA steckten sich mehrere Chormitglieder trotz Sicherheitsabstand und Desinfektionsmöglichkeit durch das gemeinsame Singen mit Covid-19 an, zwei davon (80 und 82 Jahre) starben sogar mittlerweile. Das Durchschnittsalter der Infizierten lag bei 67, der jüngste war 31. Keiner der Chorsänger hatte Symptome und dennoch hatte einer das Virus übertragen. Dazu passt die Aussage des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Prof. Lothar Wieler, dass gerade beim Singen Partikel mit enormer Wucht aus dem Hals geschleudert werden und umgekehrt durch das tiefe Einatmen auch viel mehr Partikel "eingesaugt" werden als beim normalen Atmen.
Leider ist gerade Chorsingen eine der Tätigkeiten, die es aus gesundheitlichen Gründen derzeit (und wohl noch ziemlich lange) am besten zu vermeiden gilt. Zum Artikel: Link