Kirchenmusik in der Corona-Krise

Alle aktuellen Hinweise rund um dieses Thema finden Sie hier gebündelt auf einer Seite.


15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

[Stand 17.12.21] Am 24.11.2021 trat die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft (Download), die mittlerweile bereits zweimal ergänzt und verändert wurde.
Für Chor- und Ensembleproben gilt damit flächendeckend ab sofort die 2G PLUS Regelung. Das bedeutet, dass jedes Ensemblemitglied zusätzlich zur Impfung bzw. Genesenenstatus auch noch einen aktuellen Test vorweisen muss. Chor- und Ensembleleiter sind verpflichtet dies vor jeder Probe zu prüfen.
Eine Ausnahme von der Testpflicht besteht lediglich für Personen, die mindestens 15 Tage zuvor ihre dritte Corona-Impfung (Booster) erhalten haben. Empfohlen wird der Test jedoch auch dieser Personengruppe, da die neue Virsus-Variante Omikron mittlerweile auch bei immer mehr bereits "geboosterten" Personen nachgewiesen wird. Das Muster-Hygienekonzept des Bistums wurde entsprechend angepasst (hier).
Auch für Konzerte gilt die 2G PLUS-Regelung mit der genannten Ausnahme für Personen mit Booster-Impfung, FFP2-Masken müssen auch am Platz getragen werden.
Für Musikunterricht gilt die 2G-Regelung.

Für das Bistum Regensburg gilt auch für Chöre in Gottsdiensten "2G plus" (Ausnahme: Personen mit "Boosterimpfung", siehe oben). Die aktuelle Fassung der "Anweisungen für Liturgie und Seelsorge" finden Sie hier: Lesefassung, Korrekturfassung.

In Landkreisen, in denen die Hotspot-Regelung gilt, ruht der Chorbetrieb, auch Musikunterricht und kulturelle Veranstaltungen sind nicht möglich.

2020: Bischof Rudolf ruft zur Unterstützung von Künstlern und Solisten auf

Bei seiner Predigt bei der Ersten Vesper des Ersten Adventssonntags 2020 im Regensburger Dom machte sich unser Bischof ein Anliegen des Augsburger Bischofs zu eigen: Die für die Kirchenmusik in den Pfarreien "übriggebliebenen" finanziellen Mittel, die wegen ausgefallener Orchestermessen, Konzerte und dergl. nicht abgerufen wurden, sollten dazu verwendet werden, gerade in der Advents- und Weihnachtszeit Künstler und Solisten, die in diesem Jahr erhebliche finanzielle Einbußen erleiden mussten, für Gottesdienste zu engagieren. Es ist eine Win-Win-Situation: Gottesdienste könnten - ausnahmsweise auch ohne den eigenen Chor - zu musikalischen Glanzlichtern werden und Künstler hätten wenigstens eine kleine Einnahmequelle, wenn schon in diesem Jahr nahezu alle Termine abgesagt werden mussten und vielen von ihnen die Lebensgrundlage mehr oder weniger weggebrochen ist. Kultur- und Sozialauftrag der Kirche könnten sich hier in wundersamer Weise verbinden.
Lesen Sie dazu den Beitrag auf der Internetseite der Diözese hier.

GEMA und VDD einigen sich auf Fortdauer der Streaming-Ausnahmeregelung

Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) hat mit der GEMA nun doch eine Fortdauer der Ausnahmeregelung erreicht, nach der Gottesdienste kostenlos über die pfarreieigene Homepage gestreamt werden dürfen. Diese Regelung reicht sogar bis 31.12.2022!
Darüber hinaus ist es nun auch gebührenfrei gestattet, Gottesdienste aufzunehmen, auf digitalen Trägern zu speichern (z. B. CD) und kostenlos an eigene Gemeindemitglieder zu verteilen, die evtl. keine Möglichkeit haben, einem Live-Stream zu folgen.

Orgel und Corona

Der Bund Deutscher Orgelbaumeister hat Handlungshilfen veröffentlicht, wie guter Hygieneschutz an der Orgel gelingen kann, ohne die Instrumente durch die Verwendung von Desinfektionsmitteln zu gefährden. Außerdem wird der Befürchtung entgegengewirkt, Orgelspiel könnte durch die Aufwirbelung der Luft im Kirchenraum zu einer größeren Infektionsgefahr führen. [Link]

Hygieneregeln für den Orgelunterricht

Im Rahmen der Lockerungen nach den Corona-Beschränkungen darf in Bayern wieder musikalischer Einzelunterricht erteilt werden. Auch der Orgelunterricht im Rahmen des D- und C-Kurses, sowie der Nachwuchsorganisten-Ausbildung ist nun wieder möglich. Einzuhalten ist dabei das diözesane Hygieneschutzkonzept für den Orgelunterricht, das hier heruntergeladen werden kann.

Der Beginn der Pandemie: "Wenn Singen tötet" (April 2020)

... so lautete der Titel eines Artikels der "Neuen Zürcher Zeitung" Anfang April, der sich auf einen Bericht der "Los Angeles Times" Ende März bezogen hatte. Auch viele andere Artikel in internationalen Zeitungen berichten darüber:
Bei einer Chorprobe in den USA steckten sich mehrere Chormitglieder trotz Sicherheitsabstand und Desinfektionsmöglichkeit durch das gemeinsame Singen mit Covid-19 an, zwei davon (80 und 82 Jahre) starben sogar mittlerweile. Das Durchschnittsalter der Infizierten lag bei 67, der jüngste war 31. Keiner der Chorsänger hatte Symptome und dennoch hatte einer das Virus übertragen. Dazu passt die Aussage des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Prof. Lothar Wieler, dass gerade beim Singen Partikel mit enormer Wucht aus dem Hals geschleudert werden und umgekehrt durch das tiefe Einatmen auch viel mehr Partikel "eingesaugt" werden als beim normalen Atmen.
Leider ist gerade Chorsingen eine der Tätigkeiten, die es aus gesundheitlichen Gründen derzeit (und wohl noch ziemlich lange) am besten zu vermeiden gilt. Zum Artikel: Link